Politik : Walesa will wieder Präsident werden Ex-Solidarnosc-Chef tritt 2005 an

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(tro). Polens früherer Präsident Lech Walesa bastelt wieder einmal an seinem politischen Comeback. „Ich will nicht, aber ich muss“ – mit diesen Worten kündigte der einstige Chef der Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc in einem Interview mit der Agentur PAP seine Kandidatur bei den nächsten Präsidentschaftswahlen 2005 an. Walesa feiert an diesem Montag seinen 60. Geburtstag. 1990 hatte der Friedensnobelpreisträger von 1983 die ersten freien Präsidentschaftswahlen nach der demokratischen Wende klar gewonnen. In der Folgezeit hatte er mit seiner umstrittenen Amtsführung jedoch selbst seine Mitstreiter verprellt. Nach der verlorenen Wahl von 1995 musste Walesa sein Amt an seinen sozialdemokratischen Rivalen Aleksander Kwasniewski abtreten. Nach zwei Legislaturperioden wird Kwasniewski in zwei Jahren verfassungsgemäß sein Amt niederlegen müssen. Die Chancen von Walesa, seinen Nachfolger zu beerben, gelten jedoch als gering. Bei den Präsidentschaftswahlen 2000 hatte der gelernte Elektriker nur ein Prozent der Stimmen erhalten: Umfragen zufolge muss Polens PolitLegende bei einer neuerlichen Kandidatur mit einem ähnlichen Ergebnis rechnen.

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