Warnstreiks : Ärzte fordern mehr Lohn

In einigen Bundesländern müssen sich die Patienten heute mit einer Notversorgung zufrieden geben. Viele Ärzte beteiligen sich an Warnstreiks. Sie fordern rund zehn Prozent mehr Gehalt. Die Tarifverhandlungen werden fortgesetzt.

BerlinHunderte Ärzte kommunaler Krankenhäuser haben am Donnerstag in mehreren Bundesländern mit Warnstreiks ihrer Forderung nach mehr Gehalt Nachdruck verliehen. Gegen 12 Uhr sollen die Tarifverhandlungen der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände und der Ärztegewerkschaft Marburger Bund in Wiesbaden die Tarifverhandlungen in vierter Runde fortsetzen. Die Ärztegewerkschaft fordert durchschnittlich 10,2 Prozent mehr Gehalt und eine Angleichung der Ostgehälter an das Westniveau. 55.000 Ärzte an kommunalen Kliniken sind deutschlandweit betroffen.

In Wiesbaden ist eine zentrale Kundgebung geplant. Dazu machten sich aus Bayern nach Gewerkschaftsangaben etwa 500 Mediziner auf den Weg. An mindestens 16 Krankenhäusern im Freistaat, so in München und Augsburg, mussten sich die Patienten mit einer Notversorgung zufriedengeben. In Rheinland-Pfalz beteiligen sich laut Marburger Bund 200 bis 300 Ärzte. In Hessen waren den Angaben zufolge am Morgen elf Kliniken betroffen. (tbe/dpa)

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