Politik : Warnung vor Linkspartei

Gewerkschafter distanzieren sich von Gründungsplänen

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Berlin (hmt). Führende Gewerkschafter haben sich von Überlegungen zur Gründung einer neuen Linkspartei distanziert. Auch Vertreter der SPDLinken warnten davor. Die Pläne seien aber ein „Warnsignal“, das die SPD ernst nehmen müsse, sagte Juso-Chef Niels Annen dem Tagesspiegel: „Wir entfremden uns von einem Teil unserer Klientel.“ Die Partei müsse darauf achten, mit ihren Kritikern im Dialog zu bleiben und sie zurückzugewinnen. Eine Neugründung werde aber „nicht nur die SPD, sondern insgesamt die Position der Linken schwächen“. Anfang März hatten sich in Berlin rund 30 Aktivisten getroffen, die über eine linke Alternative zur SPD beraten hatten. Die Organisatoren sind oder waren Mitglieder von SPD, Grünen, PDS oder von Attac. Auch Gewerkschafter sind darunter.

Aus der SPD-Spitze hieß es, der Gründerkreis setze sich aus seit vielen Jahren bekannten Linksoppositionellen zusammen, die immer wieder mit einer Gegengründung gedroht, die Idee aber nie verwirklicht hätten. „Es gibt deshalb keinerlei Panikstimmung“, sagte ein Mitglied des SPD-Vorstands.

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