Was am Dienstag wichtig wird : Gesprächsklima in Berlin und Weltklima in New York

Der neue französische Premierminister Manuel Valls ist noch immer in der deutschen Hauptstadt: Nachdem er am Montag mit der Bundeskanzlerin gesprochen hat, wird er am Dienstag die Spitzen der Wirtschaft treffen. Im Kanzleramt kommt schon wieder ein neuer Staatsgast an: Antonis Samaras.

Die Staatsmänner kommen zum UN-Klimagipfel - die Demonstranten sind schon da.
Die Staatsmänner kommen zum UN-Klimagipfel - die Demonstranten sind schon da.Foto: Reuters

Für die deutsche Wirtschaft ist es ein Großereignis: der Tag der Deutschen Industrie. In diesem Jahr kann BDI-Präsident Ulrich Grillo am heutigen Dienstag mit dem neuen französischen Premierminister Manuel Valls ein internationales politisches Schwergewicht begrüßen. Der Gast aus Frankreich wird vor den deutschen Industriellen auch eine Rede halten. Auf der Veranstaltung im Berliner Congress Center am Alexanderplatz treten auch zwei deutsche Minister auf: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD).  

Griechenland will zurück an die Geldmärkte

Um wirtschaftliche Fragen wird es auch bei den Gesprächen gehen, die eine anderer bedeutender ausländischer Gast heute in Berlin führt: der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras. Auch er trifft die Kanzlerin, und ihm geht es insbesondere um die Rückkehr seines schuldengeplagten Landes an die Geldmärkte. Im Anschluss an das Gespräch geben Merkel und Samaras am Mittag eine Pressekonferenz.

Leonardo DiCaprio und das Weltklima 

Nichts geringeres als die globale Zukunft steht am Dienstag bei einem Großereignis in New York auf der Tagesordnung: Auf dem UN-Klimagipfel, zu dem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eingeladen hat, wird zwar nicht unmittelbar über einen Weltklimavertrag verhandelt, aber die Veranstaltung, an der auch US-Präsident Barack Obama teilnimmt, soll dem Prozess neuen Schwung verleihen. Deutschland wird auf dem Gipfel durch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vertreten.

Auf der UN-Klimakonferenz 2009 hatte es trotz gewaltigen Aufwands nur eine Minimaleinigung gegeben, die noch dazu für niemanden bindend war. Der Gipfel in New York soll nun einen Aufbruch bringen, um den bis Ende 2015 geplanten Weltklimavertrag für mehr als 190 Staaten doch noch auf den Weg zu bringen. Die Kameras werden vor allem auf Leonardo DiCaprio gerichtet sein: Als neuer UN-Friedensbotschafter wird der US-Schauspieler gegen 15 Uhr MESZ die Konferenz eröffnen.

 

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