Was am Montag wichtig wird : Frankreichs Premier Valls will mehr Zeit zum Sparen

Höhepunkt der Woche werden der Sondergipfel zum Klima am Dienstag und die Vollversammlung der Vereinten Nationen ab Mittwoch in New York sein. Aber auch der Montag wird politisch spannend.

Frankreichs Regierungschef Manuel Valls.
Frankreichs Regierungschef Manuel Valls.Foto: dpa

Frankreichs Premierminister Manuel Valls wird zu einem Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin erwartet. Die beiden werden einiges zu bereden haben. In Europa wird angesichts des schwachen Wirtschaftswachstums derzeit erneut über den Kurs in der Finanz- und Wirtschaftspolitik debattiert. Während Merkel auf strikte Ausgabendisziplin pocht, fordern Frankreich und Italien mehr Zeit für Strukturreformen und das Erreichen der Defizitziele, um die Konjunktur anzukurbeln. Frankreichs Präsident Francois Hollande hat erst am Donnerstag weiteren Sparmaßnahmen eine Absage erteilt. Und Valls selbst sagte in der vergangenen Woche: „Können wir mehr tun? Nein. Nein!“ sagte der Premierminister. „Ich werde nicht weitere zehn oder 15 Milliarden Euro kürzen, um das französische Sozialmodell zu zerstören und Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung zu unterdrücken.“

Bischofskonferenz

Die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz beginnt in Fulda. Bis Freitag werden die Bischöfe unter Leitung von Kardinal Reinhard Marx unter anderem über die aktuelle Debatte zur Sterbehilfe und die jüngste Kirchenstatistik des Jahres 2013 beraten. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Konflikt im Irak und die Lage der Christen im Nahen Osten. Im Jahr 2013 verzeichnete die katholische Kirche 178.805 Kirchenaustritte, rund 60.000 mehr als im Jahr davor.

Zahlen und Fakten

Das Bundesfinanzministerium legt seinen Monatsbericht vor. An den Zahlen zu Steuereinnahmen etc. werden die Experten ablesen können, wie es um die deutsche Wirtschaft und den Konsum der Bürger bestellt ist.

Vor Gericht

Zwei wichtige Prozesse gehen am Montag weiter: In Düsseldorf wird der Prozess gegen mutmaßliche Salafisten fortgesetzt. Dabei geht es um eine Bombe am Bonner Hauptbahnhof und Mordpläne gegen den Vorsitzenden der rechtsradikalen Partei Pro NRW. Am OLG München geht der Prozess um die Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) weiter. (Tsp/dpa)

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