Politik : Was die Parteien wollen

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: Die Versorgung der Bürger im Alter soll nach dem Willen der Sozialdemokraten durch eine Stärkung der gesetzlichen und der privaten Rentenversicherung gewährleistet werden. Das tatsächliche Renteneintrittsalter soll an das gesetzliche herangeführt werden. In Zukunft sollen Arbeitnehmer nicht mehr bereits mit 55 Jahren oder ähnlich früh aus dem Erwerbsleben ausscheiden können. Rentenkürzungen lehnt die SPD ab.

Grüne: Nach Ansicht der Grünen wird sich die gesetzlichen Rentenversicherung in Zukunft zu einer Basissicherung entwickeln. Daher wollen sie die private Altersvorsorge weiter fördern. Langfristig soll die Rentenversicherung in eine Bürgerversicherung integriert werden. Außerdem fordern die Grünen einen neuen Generationenvertrag.

Union: CDU und CSU planen die Einführung eines so genannten Kinderbonus. Für jedes ab 2007 geborene Kind soll bis zum 12. Lebensjahr eine Beitragsermäßigung bei der Rentenversicherung in Höhe von 50 Euro im Monat gewährt werden. Die gesetzliche Rente soll eine wichtige Säule der Altersvorsorge bleiben. Zu ihrer Ergänzung will die Union auch die private Rentenversicherung weiter fördern. Zudem sollen die Menschen länger arbeiten. Dies soll sowohl durch kürzere Ausbildungszeiten als auch durch ein höheres Renteneintrittsalter erreicht werden.

FDP: Zur Sicherung des Lebensstandards im Alter wollen die Liberalen die gesetzliche Rentenversicherung stärker als bisher durch private und betriebliche Altersvorsorge ergänzen. Die FDP schlägt vor, dass private und betriebliche Rentenansprüche in einem individuellen Altersvorsorgekonto zusammengefasst werden. Dies bringe Vorteile bei der staatlichen Förderung der Alterssicherung. Nach dem Willen der Liberalen sollen die Bürger früher ins Berufsleben eintreten und später in Rente gehen. Dazu wollen sie die Ausbildungszeiten verkürzen und staatliche Anreize zur Frühverrentung abschaffen.

Linkspartei/PDS: Das neue Linksbündnis tritt für eine Grundrente von 800 Euro ein. Diese soll jeder erhalten, der mindestens 30 Jahre einer Rentenversicherung angehört hat. Das Renteneintrittsalter von 65 Jahren will die PDS erhalten. Zudem wird eine einheitliche Rentenversicherung für alle Bürger angestrebt. Auch Selbstständige, Freiberufler und Beamte sollen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. mmk

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