Politik : WASG tritt gegen Linkspartei an

-

Schwerin - Die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) wird definitiv auch in Mecklenburg-Vorpommern mit einer eigenständigen Liste in Konkurrenz zur Linkspartei antreten. Der Landeswahlausschuss ließ die Kandidatenliste des WASG-Landesverbands gegen den Willen der Bundespartei am Freitag zu. Daraufhin erklärte die Sprecherin des WASG-Bundesvorstands, Felicitas Weck, gegen den eigenständigen Wahlantritt werde nun nicht mehr vorgegangen. Neben Mecklenburg-Vorpommern wird es auch in Berlin einen eigenständigen Wahlantritt der WASG geben. In beiden Ländern wird am 17. September gewählt.

Die WASG-Bundesspitze hatte beide Landesverbände stoppen wollen, weil sie eine Fusion mit der Linkspartei anstrebt. Nach den Worten von Weck ist gegen die Entscheidung des Landeswahlausschusses kein Einspruch mehr möglich: „Die Bundespartei kann nichts mehr ändern“.

Sie räumte zugleich ein, dass sich der Landeswahlausschuss den von der Bundespartei gehegten Bedenken zur Aufstellung der Landesliste nicht angeschlossen habe. Das Bundesschiedsgericht der WASG hatte kürzlich in einer Eilentscheidung beschlossen, dass die Kandidatenaufstellung unzulässig gewesen sei, weil entgegen der Vorschriften der Satzung weniger als die Hälfte der Mitglieder anwesend gewesen sei.

Insgesamt ließ der Landeswahlausschuss 16 Parteien zur Wahl zu. Nach einer von Infratest dimap für die ARD vorgenommenen Umfrage liegt die CDU derzeit bei 33 Prozent. Die SPD bei 29, die Linkspartei bei 22 Prozent. Die FDP liegt bei sechs Prozent, Grüne und NPD kommen jeweils auf vier Prozent. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben