Politik : WASG warnt vor Spaltung der Linken

Matthias Meisner

Berlin - Die Führung der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) hat am Sonntag in einer Krisensitzung mit den Landesvorständen versucht, die teils erheblichen innerparteilichen Widerstände gegen die geplante Fusion mit der Linkspartei/PDS abzubauen. Bei der Bildung einer gemeinsamen Partei gibt es nach Einschätzung der WASG- Spitze „Probleme und Widerstände“. Formelle Beschlüsse wurde von der Runde nicht gefasst.

Nach dem Treffen zeigte sich WASG-Sprecher Björn Radke aber zuversichtlich, dass der Kurs zur Fusion seiner Partei mit der Linkspartei/PDS von der Mehrheit der Mitglieder in einer Urabstimmung gebilligt wird. Eine solche bundesweite Befragung wollen die drei Landesverbände Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern in den nächsten Wochen in die Wege leiten. Radke sagte, der Berliner Landesvorstand habe für sein Vorhaben, zur Abgeordnetenhauswahl womöglich in Konkurrenz zur PDS anzutreten, keine Mehrheit gefunden.

Die WASG-Führung selbst hatte vor dem Treffen zugegeben, es gebe „organisatorische Eifersüchteleien“ und sogar Spaltungstendenzen. Sie machte aber klar, dass sie zum Zusammenschluss keine Alternative sieht: „Wir sehen den Wahlantritt und die gemeinsamen Wahlkämpfe von WASG und Linkspartei in den Ländern Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz als enormen politischen Fortschritt.“ In den nächsten Wochen will eine Kommission von Linkspartei/PDS und WASG ein Eckpunktepapier veröffentlichen, das programmatische Gemeinsamkeiten herausstreichen soll.

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