Politik : Washington protestiert gegen Afghanistan-Film ARD-Beitrag über Kriegsverbrechen

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Washington/Hamburg (dpa). Die USA sind über die geplante Ausstrahlung einer AfghanistanDokumentation durch die ARD verärgert. Der Film des Iren Jamie Doran behauptet, dass im November 2001 unter den Augen amerikanischer Soldaten tausende gefangene Taliban-Kämpfer von Truppen des nordafghanischen Kriegsherrn Abdul Rashid Dostum ermordet wurden. Ein Sprecher des US-Außenministeriums erklärte am Montag in Washington, dass die Behauptung bereits widerlegt worden sei. „Uns ist rätselhaft, warum eine angesehene Fernsehanstalt eine Dokumentation zeigen will, deren Fakten vollständig falsch sind und die die US-Mission in Afghanistan auf unfaire Weise charakterisiert“, sagte der Sprecher. Doran sammelte in Afghanistan nach eigenen Angaben Beweise für die Ermordung der Taliban-Kämpfer. Nach Aussagen von Augenzeugen geschah dies unter den Augen von US-Soldaten. Doran sagt, in den vergangenen Wochen seien zwei Zeugen umgebracht worden. Der Film wird am heutigen Mittwoch um 21.55 Uhr gesendet.

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