Wegbegleiter : Auf Kurs zur selbstbewussten Nation

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DER MENTOR

Der erste islamistische Ministerpräsident der Türkei, Necmettin Erbakan, entdeckte das politische Talent Erdogans und wachte über seinen Aufstieg in den 90er Jahren. Später brach Erdogan mit ihm. Erbakan verschwand in der Versenkung, plante kurz vor seinem Tod im Februar 2011 als 84-Jähriger aber ein politisches Comeback – und kritisierte den früheren Ziehsohn scharf: Der für seine Kritik an Israel bekannte Erdogan sei in Wirklichkeit ein Werkzeug des Weltjudentums.



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DER FREUND

Ende 2002 wurde AKP-Mitbegründer Abdullah Gül der erste Ministerpräsident der Erdogan-Partei und überließ seinem Freund das Spitzenamt im März 2003, als dessen politisches Betätigungsverbot endete. Seit 2007 als Staatspräsident verkörpert Gül in vielerlei Hinsicht den Gegenpol zu Erdogan: Gül ist eher ein Versöhner, wo der häufig zornige Erdogan spaltet. Erdogans angebliche Ambitionen auf das Präsidentenamt könnten die Freunde noch zu Rivalen machen.

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DER GEFÄHRTE

2009 stieg der frühere Politikprofessor Ahmet Davutoglu zum Außenminister auf. Er prägt die neue Außenpolitik, die das Land nicht mehr als Brücke zwischen Ost und West sieht, sondern als eigenständiges regionalpolitisches Zentrum. Er setzte die Annäherung der Türkei an Armenien durch, der Westen verfolgt misstrauisch den Ausbau der Beziehungen zu Syrien und dem Iran.

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