Wegen Flüchtlingen : Dänemark verlängert Passkontrollen bis Mai

Weil Dänemark mit dem nun einsetzenden schöneren Wetter wieder mit mehr Flüchtlingen rechnet, verlängerte das Land die Passkontrollen.

Ein Warnschild mit der Aufschrift "Stop - Control" ist während einer Grenzkontrollen an der Grenze zu Krusa (Dänemark) zu sehen.
Ein Warnschild mit der Aufschrift "Stop - Control" ist während einer Grenzkontrollen an der Grenze zu Krusa (Dänemark) zu sehen.Foto: Lukas Schulze/dpa

Dänemark verlängert die im Januar wieder eingeführten Passkontrollen an der Grenze zu Deutschland bis Anfang Mai. Der Druck auf Europas Außengrenzen sei nach wie vor hoch und der Andrang von Flüchtlingen könne "erheblich steigen, wenn das Wetter besser wird", erklärte Innenministerin Inger Stojberg am Freitag. "Es ist nötig, die Grenzkontrollen zu verlängern, damit sich keine großen Gruppen von Flüchtlingen und Migranten hier in Dänemark ansammeln."

Dänemark hatte Anfang Januar vorübergehend wieder sporadische Grenzkontrollen eingeführt, nachdem kurz zuvor an Schwedens Grenze zu Dänemark die Ausweispflicht wieder in Kraft getreten war. Die Maßnahme zur stichprobenartigen Passkontrolle wurde seitdem immer wieder verlängert. Die erneute Ausweitung gilt nun bis zum 3. Mai.

Dänemark war im vergangenen Jahr vor allem Transitland für viele Schutzsuchende, die weiter nach Schweden wollten. Dänemark selbst erhielt 2015 mehr als 21.000 Asylanträge. Das waren zwar deutlich mehr als im Vorjahr, allerdings sind die Zahlen im Vergleich zu Schweden gering: In dem skandinavischen Land stellten im vergangenen Jahr 163.000 Menschen einen Asylantrag. (AFP)

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