Politik : Wegen NPD keine Ehrung im Landtag

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Berlin Im Allgemeinen zeichnet das Bündnis für Demokratie und Toleranz, in dessen Beirat Cornelie Sonntag-Wolgast (SPD) sitzt, seine Preisträger des jährlichen Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ gerne an „honorigen Orten der Demokratie“ aus. In Rathäusern etwa oder in Landtagen. In Sachsen nicht. Wenn Sonntag-Wolgast, die Innenausschuss-Vorsitzende im Bundestag, am Donnerstag in Sachsen acht Initiativen gegen Extremismus und Gewalt mit dem diesjährigen Preis würdigt, dann wird sie die Ehrung in der Dresdner Frauenkirche vornehmen. Zwar habe man gerade in Sachsen, wo die NPD ins Parlament eingezogen ist, großes Interesse daran, solche Initiativen im parlamentarischen Rahmen zu würdigen. Doch dabei wollten sie die Anwesenheit der NPD-Abgeordneten nicht in Kauf nehmen. „Wir wollten der NPD nicht den Hauch einer Chance geben, entweder einen neuen Eklat zu provozieren oder sich gar noch als Sympathisanten einer Sache zu brüsten, die im Gegensatz zu ihren sonstigen Äußerungen oder Zielen steht“, sagt Sonntag-Wolgast. NPD-Abgeordnete würden in die Frauenkirche nicht eingeladen. babs

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