Wegen Riesterrenten-Flaute : CDU-Politiker will Privatvorsorge für alle Berufsanfänger

Immer weniger Menschen setzen auf die Riester-Rente. Der CDU-Politiker Peter Weiß hat deshalb vorgeschlagen, dass in Zukunft alle Berufsanfänger eine private Zusatzvorsorge bekommen. Wer das nicht will, muss selbst aktiv werden.

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Peter Weiß (CDU), der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe in der Unionsfraktion.
Peter Weiß (CDU), der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe in der Unionsfraktion.Foto: dpa

Der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe in der Unionsfraktion, Peter Weiß (CDU), hat vorgeschlagen, künftig alle neuen Arbeitsverträge automatisch mit betrieblicher Altersversorgung zu koppeln. Auf diese Zusatzvorsorge verzichtet werden solle dann nur noch, wenn der Mitarbeiter dies ausdrücklich wünsche, sagte Weiß dem Tagesspiegel. „Einen solchen Zusatzanreiz für mehr Altersvorsorge könnten wir durchaus gebrauchen“, meinte der CDU-Politiker mit Blick auf die erstmals gesunkene Zahl von staatlich geförderten Riesterrenten-Verträgen.

Gleichzeitig regte der CDU-Politiker an, auch über höhere Zuschüsse für Riestersparer nachzudenken. Er halte es zwar für übertrieben, wegen des leichten Rückgangs im ersten Quartal 2013 „gleich die Alarmglocken zu läuten“, sagte Weiß. Für Geringverdiener müsse man das Riestersparen und die betriebliche Altersversorgung jedoch „attraktiver machen“. Nötig sei eine Regelung, die diesen Menschen garantiere, „dass ihnen das, was sie zusätzlich fürs Alter angespart haben, dann auch zu hundert Prozent zur Verfügung steht“. Bisher werden bei Bedürftigen im Alter Einkünfte aus einer zusätzlichen Altersvorsorge mit der Grundsicherung verrechnet.


Der Forderung des CDU-Sozialpolitikers Karl-Josef Laumann, die offenbar gewordene Vorsorgelücke durch die gesetzliche Rente zu schließen, schloss sich Weiß nicht an. Das beste Mittel gegen ein niedrigeres Rentenniveau sei „wirtschaftliches Wachstum und eine gute Lohnentwicklung“, sagte er.

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