• Weitere Amtszeit angestrebt: Kipping und Riexinger wollen Linkspartei auch in Zukunft führen

Weitere Amtszeit angestrebt : Kipping und Riexinger wollen Linkspartei auch in Zukunft führen

Katja Kipping und Bernd Riexinger kandidieren wieder für den Bundesvorsitz der Linkspartei. Sahra Wagenknecht will sich nicht mehr um das Amt der Vize-Parteichefin bewerben. Gewählt wird im Mai.

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Katja Kipping und Bernd Riexinger, Bundesvorstandsvorsitzende der Linkspartei.
Katja Kipping und Bernd Riexinger, Bundesvorstandsvorsitzende der Linkspartei.Foto: dpa

Die 36-jährige Dresdner Bundestagsabgeordnete und der 58-jährige Stuttgarter Gewerkschafter, die seit 2012 an der Spitze der Linken stehen, kündigten das am Samstag auf einer Parteivorstandssitzung offiziell an. Auch Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn wird sich demnach für eine weitere zweijährige Amtszeit bewerben. Gewählt wird im Mai auf einem Bundesparteitag in Berlin.

Zuvor hatte die Frontfrau des linken Parteiflügels, Sahra Wagenknecht, angekündigt, sich im Mai nicht mehr um das Amt der Vize-Parteichefin zu bewerben. Sie will sich auf ihre Arbeit an der Spitze der Bundestagsfraktion konzentrieren. Sie ist dort stellvertretende Vorsitzende und gilt - in einer Doppelspitze gemeinsam mit Ko-Fraktionsvize Dietmar Bartsch - als mögliche Nachfolgerin für Fraktionschef Gregor Gysi, sollte der im Verlauf der Legislaturperiode sein Amt abgeben. Bisher hat Gysi offen gelassen, ob und gegebenenfalls wann er abtreten möchte. Mehrfach gestartete Versuche von Wagenknecht, die Fraktion gemeinsam mit Gysi zu führen, hat dieser bisher erfolgreich abgewehrt.

Kipping und der 58-jährige Riexinger hatten vor zwei Jahren nach einem beispiellosen Machtkampf um den Parteivorsitz das glücklos agierende Duo Klaus Ernst und Gesine Lötzsch abgelöst. Unter ihrer Führung - begleitet von  maßgeblichem Einsatz von Gysi - erzielte die Linke bei der Bundestagswahl 8,6 Prozent der Stimmen und wurde damit stärkste Oppositionspartei im Bundestag. Die innerparteilichen Flügelkämpfe zwischen vorwiegend ostdeutschen Reformern und westdeutschen Fundamentalisten - sie hatten die Partei in die schwerste Krise seit der Fusion von PDS und WASG gestürzt - konnten in der Amtszeit von Kipping und Riexinger eingedämmt werden.


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