Politik : Weitere Festnahmen in China

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Peking - Ungeachtet der wachsenden internationalen Kritik haben chinesische Behörden ihre Ermittlungen gegen den regimekritischen Künstler Ai Weiwei ausgeweitet. Ein Studio-Partner und ein Buchhalter wurden festgenommen. Das Steueramt lud seine Frau vor. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton äußerte sich „tief besorgt“ über die Verschlechterung der Menschenrechtslage in China und „alarmiert“ von der Festnahme des weltberühmten Künstlers. Chinas Außenministerium wies am Dienstag aber Vorwürfe zurück, dass der 53-Jährige damit nur zum Schweigen gebracht werden sollte.

Wegen seiner Kritik an dem diktatorischen kommunistischen System gilt Ai Weiwei als soziales Gewissen Chinas. Er war vor einer Woche wegen angeblicher „Wirtschaftsverbrechen“ festgenommen worden. Das Vorgehen gegen den Künstler stellte die höchste europäische Außenpolitikerin Catherine Ashton in einen Zusammenhang mit den Rückschritten in der allgemeinen Menschenrechtslage in China. „Ich fordere die chinesischen Behörden auf, Klarheit über den Verbleib aller Personen zu schaffen, die jüngst verschwunden sind“, hieß es in ihrer Erklärung, die von der EU-Delegation in Peking verbreitet wurde. dpa

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