WELT-KLIMAGIPFEL : Streiten auf Bali

Vom 3. bis 15. Dezember wird auf der indonesischen Insel Bali der nächste Klimagipfel der Vereinten Nationen stattfinden. Dort soll ein Verhandlungsmandat erarbeitet werden, mit dem bis 2009 ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll vorgelegt werden kann. 2012 läuft das Kyoto-Protokoll aus, mit dem sich die Industriestaaten verpflichtet haben, ihren Teibhausgasausstoß um 5,2 Prozent im Vergleich zu 1990 zu vermindern. Das bedeutet: Auf Bali müssten die 192 Staaten, die die Klimarahmenkonvention von 1992 verabschiedet haben, einem Rahmen zustimmen, um einen neuen Klimavertrag auszuhandeln. Auch die USA, die sich seit Jahren beharrlich weigern, verpflichtende Zusagen zur Reduktion ihrer Kohlendioxid-Emissionen zu machen, und China, dessen CO2-Emissionen schneller wachsen als irgendwo sonst, müssten die Bereitschaft zu Verhandlungen zeigen. Gelingt das nicht, ist es nahezu unmöglich, rechtzeitig ein Kyoto-Folgeabkommen auf den Weg zu bringen. Zumal der Zeitplan sehr ehrgeizig ist: Für die Ratifikation des neuen Abkommens bleiben gerademal zwei Jahre, wenn es 2012 in Kraft treten soll. Bis das Kyoto-Protokoll ratifiziert war und in Kraft treten konnte, sind immerhin acht Jahre vergangen. deh

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