Weltgemeinschaft : Drei Milliarden Dollar für Malariabekämpfung

Kampf gegen Malaria: Fast drei Milliarden Dollar (zwei Milliarden Euro) will die Weltgemeinschaft im Rahmen einer UN-Initiative für die Bekämpfung der Krankheit zur Verfügung stellen. Das große Ziel: deutlich weniger Neuerkrankungen und Todesfälle in den kommenden drei Jahren.

New YorkAlleine die Weltbank wird für das 2005 gestartete Programm weitere 1,1 Milliarden Dollar freigeben, kündigte Weltbank-Chef Robert Zoellick am Donnerstag auf dem Armutsgipfel der Vereinten Nationen in New York an. Bislang hatte das Projekt ein Volumen von 470 Millionen Dollar. Ziel der Initiative ist, bis zum Jahr 2015 durch den Kampf gegen Malaria mehr als vier Millionen Menschenleben zu retten.

"Die Malaria ist für die ärmsten Menschen ein Hindernis auf dem Weg zur Entwicklung", sagte Zoellick. Von den Geldern erhoffe er sich eine "klare Reduzierung" der Neuerkrankungen und Todesfälle in den kommenden drei Jahren. Priorität bei der Zuweisung der Gelder sollten die Demokratische Republik Kongo und Nigeria haben. In diesen beiden Ländern seien 30 bis 40 Prozent der weltweiten Todesfälle durch Malaria zu verzeichnen, sagte Zoellick. Dort sollten besonders in ländlichen Regionen große Mengen von speziellen Moskitonetzen verteilt werden, um die Übertragung des Erregers durch Insektenbisse zu unterbinden.

Die Bekämpfung der Malaria zählt zu den Milleniums-Entwicklungszielen der Uno, deren Umsetzung am Donnerstag bei einem Gipfel in New York beraten wurde. Neben der Zusage der Weltbank kommen 1,62 Milliarden Dollar aus UN-Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkolose und Malaria. Weitere bedeutende Geldgeber sind die Stiftung des Microsoft-Gründers Bill Gates sowie das britische Entwicklungshilfeministerium. (mfa/AFP)

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