Weltweite Finanzkrise : G-20-Finanzminister erzielen keine Einigung zu Bankenabgabe

Die Finanzminister der 20 einflussreichsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) haben sich bei ihrem Treffen im südkoreanischen Pusan offenbar nicht auf eine weltweite Bankenabgabe einigen können.

In einer am Samstag veröffentlichten Abschlusserklärung hieß es lediglich, der Finanzsektor solle einen „gerechten und bedeutenden Beitrag“ zur Behebung der Kosten leisten, die die Bankenkrise den Staaten verursacht habe. Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde räumte zum Ende des zweitägigen Treffens ein, nicht alle Länder würden das Projekt einer weltweiten Bankenabgabe mittragen.

Die USA und die Länder der EU hatten sich für eine solche Abgabe ausgesprochen, um das Finanzsystem zu stabilisieren und die Finanzinstitute an den Kosten künftiger Finanzkrisen zu beteiligen. Länder wie Australien, Brasilien, Indien und Kanada sind gegen eine Bankenabgabe. Sie wollen den Instituten keine zusätzlichen Kosten aufbürden. Die Banken dieser Länder waren von der Finanzkrise weitgehend verschont geblieben. (AFP)

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

1 Kommentar

Neuester Kommentar