Politik : Weltweites Verbot von Quecksilber rückt näher

Nairobi - Umweltminister aus 140 Staaten haben am Freitag in Nairobi Verhandlungen mit dem langfristigen Ziel eines vollständigen Verbots von Quecksilber beschlossen. Zum Abschluss der Jahreskonferenz des UN-Umweltprogramms (Unep) entschieden die Minister einstimmig, Verhandlungen für einen Vertrag zu beginnen, der die Produktion von Quecksilber bindend regeln soll. Unep-Direktor Achim Steiner gab am Freitag zu, der Weg zu diesem Entschluss sei lang und für viele frustrierend gewesen. Das giftige Schwermetall wird heute unter anderem in Energiesparlampen verwendet.

Die USA stimmten – anders als die frühere Regierung in Washington – einer gesetzlichen Bindung des angestrebten Vertrags zu. Diese Frage hatte in der Vergangenheit eine politische Einigung über das angestrebte Quecksilberverbot verhindert. In dem Vertrag soll es um eine Begrenzung von Quecksilber in Produkten und Herstellungsprozessen gehen, unter anderem um die Reduzierung von Quecksilber etwa in Thermometern oder bei der Produktion von verschiedenen Papier- und Plastikarten. Neben der sicheren Lagerung von bereits gefördertem Quecksilber soll vor allem der Gebrauch von Quecksilber beim Abbau von Edelmetallen eingeschränkt werden, noch bevor es ein gesetzliches Verbot gibt. dpa

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