Weltwirtschaft : OECD, IWF und Weltbank unterstützen Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel kam mit den Chefs der OECD, der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds zusammen. Gemeinsam fordern sie neue Regeln der Weltwirtschaft.

Pascal Lamy, Dominique Strauss-Kahn
Direktor des IWF, Dominique Strauss-Kahn und WTO-Generaldirektor Pascal Lamy mit der Kanzlerin. -Foto: dpa

Berlin Internationale Finanz- und Wirtschaftsorganisationen unterstützen die Pläne von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für neue Regeln der Weltwirtschaft. "Wir haben uns gemeinsam dafür ausgesprochen, eine Charta für ein nachhaltiges Wirtschaften zu entwickeln", sagte Merkel am Donnerstag in Berlin nach einem Treffen mit OECD-Generalsekretär Angel Gurría, WTO-Generaldirektor Pascal Lamy, ILO-Generalsekretär Juan Somavia, dem Geschäftsführenden Direktor des IWF, Dominique Strauss-Kahn, und Weltbankpräsident Robert Zoellick.

Man sei sich einig, jede Art von Protektionismus zu verhindern und für ein offenes Welthandelssystem einzutreten, betonte Merkel. "Garant des weltwirtschaftlichen Wachstums kann auch künftig nur die wirkungsvolle Entfaltung der Sozialen Marktwirtschaft sein", hieß es weiter in einer gemeinsamen Abschlusserklärung. Die Abschwächung der weltwirtschaftlichen Entwicklung erfordere ein entschlossenes und abgestimmtes Handeln der internationalen wirtschaftspolitischen Akteure.

Merkel hatte sich bereits in der vergangenen Woche auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos für eine "Charta des nachhaltigen Wirtschaftens" auf internationaler Ebene ausgesprochen. Bereits im November hatten die G20-Gruppe der Industriestaaten und wichtigsten Schwellenländer in Washington über internationale Regeln für die Finanzmärkte beraten. Das Folgetreffen findet am 2. April in London statt. Zur Vorbereitung hat Merkel die europäischen Mitglieder der G20-Gruppe für den 22. Februar nach Berlin eingeladen. (mpr/ddp)

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