Politik : „Wer droht, wird bedroht“

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Israel will nach Angaben von Vizeministerpräsident Schimon Peres im Fall eines iranischen Atomangriffs auf sein Territorium unmittelbar Vergeltung üben. Der Träger des Friedensnobelpreises wiederholte eine Drohung, derzufolge Iran mit seiner „Vernichtung“ rechnen müsse. Gleichzeitig bemühte sich Peres aber, seine Bemerkung abzuschwächen.

Er habe nur sagen wollen, dass derjenige, der drohe, auch damit rechnen müsse, bedroht zu werden, sagte er im Rundfunk. Den Aussagen Peres’ kommt eine besondere Brisanz zu, da Peres als Vater des

israelischen Atomprogramms gilt. Schätzungen zufolge verfügt Israel über 250 atomare Sprengköpfe . Ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter sagte, Peres’ Aussage sei kein

Zeichen für eine geänderte Politik Israels. Das Land stehe im Konflikt „nicht an vorderster Front“. Es wäre Sache der internationalen Gemeinschaft, Iran klar zu machen, das ein Atomangriff im Falle eines Falles „mit gleicher Münze heimgezahlt“ werde. AFP

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