• Wer es weit zur Arbeit hat, wird weniger entlastet Wie sich die Beschlüsse zur Steuerreform auswirken

Politik : Wer es weit zur Arbeit hat, wird weniger entlastet Wie sich die Beschlüsse zur Steuerreform auswirken

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(asi). Die Vereinbarungen des Vermittlungsausschusses zur Steuerreform haben positive und negative Auswirkungen auf die Höhe der zu zahlenden Steuern im nächsten Jahr. Gut für alle Steuerzahler ist, dass sich der Freibetrag erhöht, von dem an überhaupt der erste SteuerEuro entrichtet werden muss. Er steigt von 7235 auf 7664 Euro für Ledige und von 14 470 auf 15 328 Euro für Verheiratete. Gut ist auch, dass sich die Steuersätze verringern, mit denen das jeweilige zu versteuernde Einkommen belastet wird. Der Eingangssteuersatz beträgt ab Januar 16 Prozent, der Spitzensteuersatz 45 Prozent. Ihn zahlen Ledige mit einem zu versteuernden Einkommen von 52 152 Euro und Verheiratete mit einem zu versteuernden Einkommen von 104 304 Euro. Schlecht ist hingegen, dass die Entfernungspauschale gekürzt wird, und zwar auf 30 Cent je Kilometer Arbeitsweg – unabhängig von der Wahl des Verkehrsmittels. Die meisten Steuerzahler werden das allerdings kaum merken, weil sie ihren Freibetrag für Werbungskosten nicht ausschöpfen. Nur diejenigen, die schon jetzt dem Finanzamt gegenüber eine diese Pauschale übersteigende Fahrtkostenrechnung präsentieren – weil sie weite Arbeitswege haben –, werden es beim Jahressteuerausgleich merken, dass ihre Entlastung durch die Steuerreform nicht so groß ist, wie sie es sich vorgestellt haben.

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