Politik : Westafrikaner vermitteln in Elfenbeinküste

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Nairobi/Abidjan (dpa). Vermittler aus drei Ländern der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas haben am Dienstag Kontakt mit den mutmaßlichen Anführern der aufständischen Soldaten in Elfenbeinküste aufgenommen. Wie westliche Beobachter in der Regierungsstadt Abidjan sagten, wollten die Gesandten aus Nigeria, Ghana und Togo nach einem Treffen mit Präsident Laurent Gbagbo am Vortag nun auch mit einem Rebellenführer in der umkämpften Stadt Bouaké sprechen.

Knapp zwei Wochen nach Beginn der Soldatenrevolte hatten die Aufrührer weiterhin die Kontrolle über die zweitgrößte Stadt sowie weitere Ortschaften im Zentrum und Norden des Landes. Während das staatliche Fernsehen meldete, regierungstreue Truppen hätten die Stadt Tiebissou, rund 64 Kilometer südlich von Bouaké, zurückerobert, berichteten Augenzeugen dort am Dienstag von heftigen Kämpfen.

Im Laufe des Dienstags wurden in Abidjan rund 70 zusätzliche französische Soldaten erwartet. Sie sollen die rund 700 im Land stationierten Militärs der ehemaligen Kolonialmacht unterstützen.

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