Politik : Westerwelle gegen Bindung an Union Trotz Druck aus der FDP

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Berlin (dpa). FDP-Parteichef Guido Westerwelle will die Koalitionsfrage für die FDP weiter offen halten. Ungeachtet des wachsenden Drucks aus der Partei für eine engere Bindung an die CDU/CSU werde er bei dem Krisentreffen der FDP-Führung am Sonntag keine Kurskorrektur vorschlagen. „Signale zur verstärkten Zusammenarbeit mit der Union ja, aber keine Erklärung der Bindung an die Unionsparteien“, sagte Westerwelle am Mittwoch. Im „Rheinischen Merkur“ drängte Parteivize Andreas Pinkwart die FDP, bei der Wahl des Bundespräsidenten mit der Union zusammenzuarbeiten. Auch FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper sprach sich für eine stärkere Zusammenarbeit mit der Union in der Wirtschafts-, Finanz und Steuerpolitik aus. Die FDP solle anders als 2002 rechtzeitig vor der Wahl 2006 eine Koalitionsaussage treffen. Für den baden-württembergischen FDP-Vorsitzenden Walter Döring ist die Union „der natürliche Partner der FDP“. Cornelia Pieper entschärfte indes ihren Streit mit dem Chef der FDP-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki.

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