Politik : Westerwelle strebt Außenamt nicht schon 2006 an

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Berlin Der FDP-Parteivorsitzende Guido Westerwelle strebt nach eigenen Angaben für den Fall eines Regierungswechsels 2006 nicht unmittelbar das Amt des Außenministers an. „Ich muss nicht mit Anfang 40 alles werden“, sagte Westerwelle im Gespräch mit der Wochenzeitung „Die Zeit“. Stattdessen wolle er sich in den ersten beiden Jahren nach einem Wahlsieg um die Durchsetzung der Reformpolitik kümmern.

Das Außenministerium sei zwar „eine spannende Aufgabe und ein Amt mit internationalen Wirkungsmöglichkeiten“. Doch für wichtiger halte er es, die notwendigen inneren Strukturreformen „nach innen durchzusetzen – in den eigenen Gremien, in der eigenen Partei, in den Fraktionen, aber noch viel wichtiger in der Bevölkerung“. Westerwelle fügte hinzu: „Das muss die Hauptaufgabe sein.“ Die nächste Regierung sei „zum Erfolg verdammt“. Diesem Ziel müsse „jede persönliche Leidenschaft und jede persönliche Karriereplanung untergeordnet werden“.

Man könne „sich vieles persönlich wünschen, vorstellen und vielleicht sogar erträumen“, sagte der FDP-Vorsitzende. „Aber das ist absolut nachrangig, wenn man das langfristige Ziel hat, Deutschland zu verändern, neu aufzustellen, wieder an die Spitze in Europa zu bringen.“ Seine Aufgabe in einer neuen Regierungskoalition werde er dort suchen, „wo ich dem Ziel, Deutschland wieder an die Spitze zu bringen, also den notwendigen Politikwechsel auch durchzusetzen, persönlich am besten dienlich bin. Es geht um das Ganze“. Tsp

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