WIE ES ANDERE MACHEN : Enttarnung online

In Polen hat das Institut des Nationalen Gedenkens (IPN), das die Geheimdienstakten verwaltet, dieser Tage erstmals Dossiers von allen heute wichtigen Politikern online zugänglich gemacht – unabhängig davon, ob sie in kommunistischen Zeiten Kollaborateure waren oder Opfer. Auch Bulgarien veröffentlicht auf der Grundlage eines neuen Gesetzes online die Namen von ehemaligen

Kollaborateuren, wenn sie heute eine Rolle im öffentlichen Leben spielen.

Tschechien publizierte bereits im März 2003 auf Papier und im Internet eine vollständige Liste zehntausender Mitarbeiter der früheren Statni Bezpecnost (StB). Die Slowakei folgte dem Beispiel 2004. Ungarn entschied sich gegen jegliche Form der Abrechnung. Die ehemaligen Mitarbeiter der Geheimpolizei gerieten nie in Bedrängnis. AFP

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