Politik : Wie kommt ein Helikopter nach Afrika?

ahl/kei

Zur Rettung der Flutopfer in Mosambik erwägt auch die Bundesregierung, Rettungshubschrauber zu entsenden - allerdings stellt sich der Bundeswehr - wie den anderen westlichen Armeen - dabei ein schwer wiegendes Problem: Zwischen 200 und 300 Kilometern liegt die Reichweite eines Helikopters, anders als bei Kampfflugzeugen bestehen aber keine Möglichkeiten, die Maschinen in der Luft zu betanken. Mit einer Fluggeschwindigkeit von - je nach Typ - rund 250 Stundenkilometern wäre es also vollkommen unrealistisch, die Hubschrauber direkt in die Region zu fliegen.

Als Alternative erwägt die Bundeswehr daher, ihre Hubschrauber in die Überschwemmungsregion zu transportieren, doch auch diese Variante hat ihre Schwierigkeiten: Für den Transport der Helikopter sind in Deutschland keine geeigneten Maschinen vorhanden, die Bundeswehr müsste ihre Hubschrauber zerlegen, um sie nach Mosambik fliegen zu können. Eine mögliche Lösung wäre allerdings die Anmietung von Antonow-Großraumflugzeugen aus Russland, mit denen in weniger als einer Woche Hubschrauber in die Region geschafft werden könnten.

Zunächst wird sich die Bundesregierung ausschließlich mit finanzieller Unterstützung an der Hilfsaktion beteiligen, insgesamt mit 3,2 Millionen Mark. Rund 500 000 Mark von diesen Geldern sollen speziell für weitere Rettungsflüge durch Hubschrauber, die in der Region stationiert sind, eingesetzt werden. Südafrika beispielsweise verfügt über rund 41 transportfähige Helikopter vom Typ Oryx. Und auch in den Nachbarländern Tansania und Sambia sind weitere Maschinen vorhanden. Diese könnten jederzeit in Richtung Mosambik starten - sollte die Bezahlung stimmen.

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