Politik : „Wie wenn tot“

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PERSONALABBAU

Die Deutsche Telekom will bis 2005 weiter massiv Personal abbauen. Dazu hat sie eine unternehmenseigene

Personalvermittlung gegründet – Vivento. Ziel war es, den Überhang zu reduzieren, ohne Mitarbeiter entlassen zu müssen. Von Entlassungen wären nämlich allein Arbeiter und Angestellte betroffen gewesen, nicht aber die rund 50000 unkündbaren Beamten, die es im Unternehmen immer noch gibt.

IN ALLEN ABTEILUNGEN

Die Telekom hat bei ihrer Festnetzgesellschaft in allen Abteilungen nach „verdeckter Arbeitslosigkeit“ gesucht. Das Ergebnis: Derzeit sind rund 20000 Beschäftigte bei Vivento, davon die Hälfte Beamte. Unter den Beamten sind neben Verwaltungsangestellten auch Ingenieure, Handwerker und Kaufleute.

ZU WENIG JOBS

Bei den Mitarbeitern heißt Vivento häufig „wie wenn tot“, da es für etwa die Hälfte der dorthin versetzten Beschäftigten keine Jobs auf dem internen oder externen Arbeitsmarkt gibt. Beamte, die nicht vermittelt werden können, sitzen bei vollen Bezügen beschäftigungslos zu Hause. Die übrigen Mitarbeiter bekommen inzwischen noch 85 Prozent des Tarifs. vis

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