Politik : Wieder Anschläge in Rostock-Lichtenhagen

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Rostock/Schwerin (dpa). Nach zwei Brandanschlägen in Rostock-Lichtenhagen hat die Polizei erste Hinweise auf mögliche Täter. In der Nacht zum Samstag war – wie schon vor rund zehn Jahren – das so genannte Sonnenblumenhaus Ziel eines Anschlags geworden. Als Täter kommen nach ersten Ermittlungen zwei Jugendliche im Alter von 13 oder 14 Jahren in Frage, die bei ihrer Flucht vom Tatort beobachtet wurden. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Gottfried Timm (SPD) sagte am Sonntag, dass vermutlich wieder ein rechtsextremistischer Hintergrund vorliege. Nach Polizeiangaben war zunächst ein Molotow-Cocktail auf einen asiatischen Markt geworfen worden. Kurze Zeit später wurde das Büro der Arbeiterwohlfahrt im ersten Stock des Sonnenblumenhauses angegriffen. Die Feuerwehr konnte beide Brände löschen. 1992 hatten rund 400 Jugendliche unter dem Beifall von Schaulustigen Brandsätze gegen die Aufnahmestelle für Asylbewerber geworfen.

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