Politik : Wieder das Herz – Gysi in Klinik PDS-Sprecher: Es ist

aber kein neuer Infarkt

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Der frühere PDSChef und ehemalige Berliner Wirtschaftssenator Gregor Gysi ist am Samstagnachmittag mit Herzbeschwerden in ein Krankenhaus gekommen. Das bestätigte PDS-Bundessprecher Hendrik Thalheim am Sonntag. Die Ärzte hätten eine Herzkranzgefäßverengung festgestellt. Dabei wird die Blutversorgung des Herzmuskels durch eine Engstelle der Gefäße behindert. Bei körperlicher oder psychischer Belastung können dann plötzlich Schmerzen in der Brust auftreten – nach Expertenauskunft ein Vorstadium für einen Infarkt.

Gregor Gysi hatte bereits im Februar einen Herzinfarkt erlitten. Dass den prominente Politiker am Samstag ein zweiter getroffen haben soll, dementierte Thalheim. „Gysi bekam am Samstagvormittag Herzbeschwerden, die er zunächst ignorierte. Im Lauf des Tages hielt er noch diverse Reden bei Jugendweihen in Berlin.“ Nach Tagesspiegel-Informationen ging Gysi am Nachmittag in das Helios-Klinikum in Berlin-Buch, um sich untersuchen zu lassen. Eine Kranzgefäßverengung lässt sich nach Auskunft von Medizinern relativ leicht behandeln, indem die verengte Ader mit Spezialinstrumenten geweitet wird. Zur Stabilisierung wurden Gysi zwei so genannte Stents – dünne Drahtgeflechte – in die betroffenen Gefäße eingesetzt. Für einen solchen Eingriff seien zwei Tage Klinikaufenthalt ausreichend. Der Politiker wurde am Sonntagabend bereits wieder entlassen.

Der Gesundheitszustand war auf dem Berliner PDS-Parteitag am Sonntag in Lichtenberg kein großes Gesprächsthema. Es war Petra Pau, die frühere Landesvorsitzende und jetzt Abgeordnete der PDS im Bundestag, die es auf dem Parteitag den Parteifreunden mitteilte. Sie müsse auf Bitten Gysis nach Hannover zu einer Europawahlkampfveranstaltung und ihn dort vertreten.sib, I.B.

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