Politik : Wieder Kämpfe in Darfur Friedensgespräche

kommen nicht voran

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Khartum/Nairobi Im Schatten des Darfur-Konfliktes kommt es auch in Südsudan weiterhin zu heftigen Kämpfen. Bei einem Angriff regierungsnaher Milizen auf ein Dorf nahe der Grenze zu Uganda seien mindestens 20 Menschen getötet worden, teilte ein örtliches Krankenhaus am Mittwoch mit. Etwa 24 Menschen seien schwer verletzt. Nach Angaben eines Augenzeugen schossen bewaffnete Männer während einer Aufführung traditioneller Tänze auf die versammelte Menschenmenge.

In der Gegend um Juba sind mehrere Milizengruppen aktiv, die in der Vergangenheit mehrfach ihre Bündnispartner gewechselt haben. Der Anführer der ugandischen Rebellen, Joseph Kony, soll sein Lager in der Nähe von Juba haben und von der sudanesischen Regierung unterstützt werden. Die Friedensverhandlungen zwischen der südsudanesischen Rebellengruppe SPLA (Sudanesische Volksbefreiungsarmee) und der sudanesischen Regierung sind derzeit ins Stocken geraten.

Bei einem Überfall auf einen Hilfskonvoi in Darfur sind Mitarbeiter einer internationalen Hilfsorganisation mit Waffen bedroht und ausgeraubt worden. Wenige Tage zuvor seien an demselben Ort bereits mehrere UN-Fahrzeuge geplündert worden, heißt es im Darfur-Lagebericht der Vereinten Nationen vom Mittwoch. Im Norden Darfurs habe eine Gruppe bewaffneter Männer zahlreiche kommerzielle Lastwagen überfallen und dabei drei Menschen verletzt. Die USA legten unterdessen dem UN-Sicherheitsrat eine neue Resolution zur Krise in Darfur vor. Darin wird die sudanesische Regierung erneut aufgefordert, die Sicherheitslage in der Krisenregion spürbar zu verbessern. dpa

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