Politik : Wieder Milzbrand im US-Senat

Ashwin Raman

In fünf weiteren Büros des US-Senats in Washington haben Ermittler Spuren des Milzbrand-Erregers gefunden. Nach Polizeiangaben könnten sie von dem verseuchten und an den Mehrheitsführer des Senats, Tom Daschle, gerichteten Brief stammen. Die gefundenen Mengen seien jedoch so gering, dass sie kein Risiko darstellten, sagte ein Sprecher des Gesundheitsdienstes des US-Parlaments. Mehrere europäische Regierungen haben unterdessen beim Schweizer Impfstoff-Produzenten Berna Biotech den Pocken-Impfstoff Lancy-Vaxina bestellt. Berna verfügt laut eigenen Angaben über große Bestände des in der Ausrottung von Pocken bewährten, durch spezielle Lagerung immer noch hoch wirksamen Impfstoffs. Deutschland will zur Abwehr von Terroranschlägen mit Pocken-Erregern selbst wieder Impfstoffe produzieren. Das kündigte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am Montag in Berlin an.

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