Politik : Wieder niedrige Wahlbeteiligung in Niedersachsen

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Hannover - Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen am Sonntag zeichnet sich erneut eine niedrige Wahlbeteiligung ab. Bei schönem Spätsommerwetter gaben bis 12.30 Uhr nach Angaben des Landeswahlleiters knapp 21 Prozent der rund 6,3 Millionen Wahlberechtigten ab 16 Jahren ihre Stimmen ab. Vor fünf Jahren hatte die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt 20,7 Prozent betragen. Mit 56,2 Prozent lag die Wahlbeteiligung damals am Ende so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr bei niedersächsischen Kommunalwahlen.

Die diesjährigen Kommunalwahlen galten als wichtiger Stimmungstest für die seit dreieinhalb Jahren amtierende schwarz-gelbe Landesregierung von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). Zugleich begann mit dem Urnengang für das dienstälteste Stadtoberhaupt Deutschlands der Abschied vom Amt: Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, Herbert Schmalstieg (SPD), war nach 34 Jahren nicht mehr angetreten.

Entscheiden konnten sich die Niedersachsen zwischen 20 Parteien, über tausend Bündnisverbindungen und 156 Einzelkandidaten. Erwartet wurde eine lange Auszählung bis weit nach Mitternacht. Ausgezählt werden sollten zuerst die Stimmen für 318 Landräte, Bürgermeister und Oberbürgermeister. Danach sollte das Ergebnis der Wahlen in 37 Kreisen, der Region Hannover sowie acht kreisfreien Städten ermittelt werden. Zuletzt sollten die Stimmen für die 2230 kommunalen Vertretungen gezählt werden. AFP

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