Politik : Wieder von vorn

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Anfang der 90er Jahre war es wegen einer Krise um das nordkoreanische Nuklearprogramm fast zu einem Militärschlag der USA gegen Nordkorea gekommen. Mit dem Rahmenabkommen von 1994 wurde die Krise beigelegt. Nordkorea stoppte den Bau verschiedener Atomanlagen, im Gegenzug wurden Pjöngjang von einem Konsortium unter Beteiligung der USA, Japans, Südkoreas und der EU jährliche Lieferungen von 500 000 Tonnen schweren Heizöls und der Bau von zwei LeichtwasserReaktoren zur Stromerzeugung versprochen. Im Oktober vergangenen Jahres gestand Nordkorea ein geheimes Atomprogramm ein, die USA reagierten mit einem Stopp der Öllieferungen. Seitdem spitzt sich der Konflikt zu: Pjöngjang kündigte an, seine stillgelegten Reaktoren wieder in Betrieb zu nehmen, beendete die Kooperation mit der Internationalen Atomenergiebehörde, schaltete die Überwachungssysteme der UN in den Atomanlagen ab und beendete offiziell die Mitgliedschaft im Internationalen Atomwaffensperrvertrag. cir

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