Wiederaufbau : Steinmeier eröffnet Generalkonsulat im Irak

Er versprach deutsche Hilfe beim Wiederaufbau des Landes: Im kurdischen Norden des Iraks eröffnete Frank-Walter Steinmeier ein deutsches Generalkonsulats. Seit Dienstag befindet sich der deutsche Außenminister in der Krisenregion.

Steinmeier und Barsani
Steinmeier beim Treffen mit Nechirwan Barsani, Ministerpräsident des Autonomiegebietes im Nordirak. -Foto: dpa

BerlinBundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat dem Irak die Unterstützung Deutschlands beim Wiederaufbau des Landes zugesagt. "Wir wollen von deutscher Seite beim Wiederaufbau helfen", sagte Steinmeier am Mittwoch bei der Eröffnung eines deutschen Generalkonsulats in der nordirakischen Stadt Erbil. Deshalb werde er auf seiner Reise auch von Wirtschaftsvertretern begleitet. "Wir wollen zeigen, dass wir wirtschaftlich zur Verfügung stehen, wenn deutsche Unternehmen hier investieren."
  
Steinmeier sagte, mit der Eröffnung des Generalkonsulats in Erbil zeige Deutschland seinen "Respekt vor der Leistung des irakischen Volkes und der irakischen Regierung", die in den vergangenen Jahren den Weg zur Versöhnung gegangen seien. Steinmeier gratulierte den Irakern erneut "ausdrücklich" zu den Provinzwahlen in den vergangenen Wochen. Dies sei ein "weiterer Schritt hin zur politischen Stabilität des Landes", sagte der Außenminister. "Ich bin mir sicher, dass die Menschen im Irak Gewalt und Hass hinter sich lassen und an einer gemeinsamen Zukunft ihres Landes bauen wollen."  Bisher hatten nur Russland und der Iran Generalkonsulate im irakischen Kurdengebiet. Frankreich plant in den kommenden Monaten ebenfalls die Eröffnung einer Vertretung in Erbil.

Kurdische Autonomieregion ist sicherer als andere Teile des Iraks

Zuvor war der Außenminister durch die Hauptstadt der kurdischen Autonomieregion gefahren. Dort ist die Sicherheitslage deutlich besser als in den anderen Landesteilen, es werden derzeit viele große Immobilienprojekte realisiert. Nechirwan Barsani, der Ministerpräsident des Autonomiegebietes im Nordirak, pries die Kurdenregion als "Tor zum Irak" und lud deutsche Unternehmer ein, sich in dem Gebiet zu engagieren.

Steinmeier war am Dienstag zu einem nicht angekündigten Besuch im Irak eingetroffen. In Bagdad traf er unter anderem den Präsidenten Dschalal Talabani und Ministerpräsident Nuri el Maliki. Am zweiten Tag seiner Reise fuhr Steinmeier gemeinsam mit dem irakischen Außenminister Hoschjar Sebari in die autonomen Kurdengebiete im Norden des Landes. (mpr/dpa/AFP)

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