Wiesbadener OB-Pleite : SPD für Rückzug aller Kandidaten

Nach dem Debakel der Wiesbadener SPD bei der Vorbereitung der Oberbürgermeisterwahl haben mehrere Parteimitglieder den Rückzug aller zugelassenen Kandidaten gefordert.

Wiesbaden - Dann sei in einem komplett neuen Verfahren doch noch eine faire Wahl möglich, sagte der SPD-Stadtverordnete Veit Wilhelmy. Der Wiesbadener CDU-Chef Horst Klee wies die Forderung jedoch als "Unfug" zurück. Bei formalen Versäumnissen der CDU in früheren Kommunalwahlen seien die SPD-Kandidaten auch nicht zurückgetreten.

Die Geschäftsstelle der SPD hatte es versäumt, rechtzeitig den Wahlvorschlag für ihren parteilosen Kandidaten Ernst-Ewald Roth einzureichen. Die Oberbürgermeisterwahl findet nun am 11. März ohne SPD-Bewerber statt. Am Montagabend wollte die Wiesbadener SPD über Konsequenzen aus dem Fall beraten. Dabei sollte ein kommissarischer Parteivorstand bestimmt werden. Der komplette Vorstand des SPD-Stadtverbands unter der Führung des Landtagsabgeordneten Marco Pighetti war am Freitag wegen der Vorgänge zurückgetreten. (tso/dpa)

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