WIKILEAKS : Undichte Stelle

Über das Internetprojekt Wikileaks werden brisante Dokumente aus anonymer Quelle öffentlich zugänglich gemacht. Dass der Name an Wikipedia erinnert, ist gewollt. Zum einen ähnelt der Internetauftritt optisch der Online-Enzyklopädie; zum anderen kann wie bei dem großen Mitmach-Lexikon jeder etwas veröffentlichen. Bei Wikileaks geht es speziell um geheime Dokumente – das englische Wort „leak“ bedeutet: undichte Stelle. Wikileaks versteht sich denn auch als Informantennetzwerk.

Die Idee dahinter: Kritische Journalisten und Blogger sollen die geheimen Informationen aufgreifen und so Öffentlichkeit herstellen. Ursprünglich war Wikileaks vor allem eine Kampfansage an undemokratische, durch Unterdrückung geprägte Regime. Renommierte Medien greifen mittlerweile immer wieder auf Dokumente von Wikileaks zurück. Kritiker vermissen redaktionelle Kontrolle. Die Wikileaks-Macher treten zwar für Transparenz ein, über sich selbst geben sie indes kaum etwas preis. Hinter dem Projekt steckt eine Non-Profit-Organisation namens „The Sunshine Press“ – über die auch nicht viel bekannt ist. Als führender Kopf von Wikileaks gilt der Aktivist Julian Assange. dpa

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