Politik : Will Schäuble doch Chef der Eurogruppe sein?

Berlin - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hält sich offenbar ein Hintertürchen offen, um vielleicht doch die Nachfolge von Jean-Claude Juncker als Eurogruppen-Chef anzutreten. Die Frage der „Bild am Sonntag“, ob er oder sein französischer Kollege Pierre Moscovici als gegenwärtige Favoriten dieses Amt nun übernehmen würden, beantwortete Schäuble mit den Worten: „In jedem Fall muss der neue Mann die Integration Europas weiter vorantreiben.“ Konkrete Aussagen dazu, ob er den Posten anstrebt, machte Schäuble nicht.

Schäuble machte deutlich, dass nach Auffassung der Bundesregierung der neue Eurogruppen-Chef aus dem Kreis der Finanzminister kommen sollte. Es habe sich sehr bewährt, „wenn der Vorsitzende zwischen den unterschiedlichen Positionen vermitteln kann“, sagte er.

Dagegen sagte EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU), der Nachfolger Junckers dürfte erneut aus einem kleinen Mitgliedstaat kommen. „Finnland oder Holland wären denkbar“, sagte Oettinger dem „Focus“. rtr/AFP

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