Politik : „Wir brauchen Hilfe“

Gericht gibt Aufzeichnungen der Notrufe vom 11. September frei

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New York (dpa). Knapp zwei Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September wird die Erinnerung an das Sterben der Opfer im World Trade Center wieder wach. Die Hafenbehörde von New York gab rund 2000 Seiten umfassende TonbandAbschriften mit den Notrufen verzweifelter Menschen frei. Die Freigabe geht auf eine Klage der „New York Times“ und anderer US-Medien gegen die Hafenbehörde zurück, die die Tonbänder mit den Hilferufen Eingeschlossener bislang unter Verschluss gehalten hatte.

Die Dokumentation offenbart erneut das unermessliche Leid der Opfer und ihrer Angehörigen, die sich vor dem Einsturz der Zwillingstürme in der Hoffnung auf Hilfe verzweifelt an die Behörden wandten. „Wir brauchen Hilfe“, ist immer wieder zu lesen. Der Herausgabe der Aufzeichnungen war ein monatelanger Rechtsstreit vorausgegangen. Die „New York Times“ hatte geltend gemacht, dass die Öffentlichkeit ein berechtigtes Interesse daran habe, über das Geschehen unmittelbar nach dem terroristischen Anschlag genau informiert zu werden. Einige Angehörige der 2792 Opfer des Terroranschlags hatten sich gegen die Veröffentlichung gewehrt.

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