Politik : „Wir müssen dieses Thema ernster nehmen“

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„Die Gewaltbereitschaft ist in den letzten Jahren in unserer Gesellschaft erheblich gewachsen. Kinder und Jugendliche, die auffällig werden, werden immer jünger. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund steigt. Aktuelle Nachrichten, gerade aus Berliner Schulen, sind in höchstem Maße beunruhigend.

Wir müssen dieses Thema ernster nehmen. Zur Bekämpfung der Gewalt als gesamtgesellschaftliche Herausforderung sind vor allem Eltern, die Politik und Erzieherinnen und Erzieher in allen Bildungseinrichtungen gefordert.

Sport ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Mittel zur Gewaltprävention. Er fördert das Miteinander der Menschen und vermittelt wichtige gemeinsame Werte wie Toleranz, Teamgeist, Multikulturalität und Fair Play. Sport hat somit den Vorteil, präventiv gegen Gewalt zu wirken, weit bevor Ordnungskräfte ein- und Gesetze nach dem entstandenen Schaden greifen müssen.

Bewegung, Spiel und Sport sollen Bausteine einer gewaltpräventiven Jugendkultur sein. Körper- und bewegungsbezogene Angebote müssen verstärkt in Schulen und Vereinen bereitgestellt werden. In einem in diesem Jahr in den Bundestag eingebrachten Antrag zum Schulsport fordert die FDP-Bundestagsfraktion die handelnden Akteure auf, die Verbindung von Schule und Verein zu stärken. Der Gedanke der Prävention durch Sport wird seit Jahren von den Liberalen getragen.

Der Sport ist für Kinder und Jugendliche eines der wichtigsten Erfahrungsfelder, auf denen sie Erfolg, Selbstbestätigung, positives Gruppenerlebnis mit Anerkennung und Gruppenerfolg spüren können.

Bei den Strategien der Gewaltprävention gehört der Sport in die erste Reihe.“

Detlef Parr ,

FDP, ist Mitglied des Sportausschusses des Deutschen Bundestags.

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