Politik : „Wir müssen zurück zur ernsthaften Politik“

Was junge Politiker den Parteispitzen raten

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„Ich kann unserer Partei nur raten, konsequent auf Reformpolitik zu setzen. In der Vergangenheit wurden wir in der rotgrünen Koalition zu oft mit den negativen Dingen assoziiert. Dass die SPD so verlor, lag nicht unbedingt am Personal. Doch insgesamt wurde die Linie nicht so klar, wie es notwendig war.“ (Anna Lührmann, Grünen-Bundestagsabgeordnete aus Hessen)

„Wir brauchen jetzt wieder mehr Mut zu Entscheidungen. Die strittigen Dinge dürfen nicht einfach nur folgenlos diskutiert werden. Stärker als bisher brauchen wir in der SPD ein Leitbild – wie soll es eigentlich in zehn Jahren aussehen, wenn die jetzt angestoßenen Reformen greifen?“ (Ute Vogt, Staatssekretärin im Bundesinnenministerium und SPD-Vorsitzende in Baden-Württemberg)

„Als Ministerpräsidentenkandidaten waren ja Koch und Wulff schon ungewöhnlich jung. Insgesamt allerdings könnte der Union eine Frischzellenkur nicht schaden, ganz besonders da, wo es um die Reform unseres Sozialsystems geht. Da sind in der Union wie auch in den anderen Parteien die Interessen der jungen Generation ganz besonders schlecht vertreten. (Philipp Mißfelder, Vorsitzender der Jungen Union)

„Den Generationenwechsel haben wir in Hessen und Niedersachsen doch geschafft, oder? Jedenfalls zeigt sich mal wieder, wie wichtig Konstanz und Redlichkeit in der Politik sind. “ (Katherina Reiche, CDU-Bundestagsabgeordnete aus Brandenburg)

„Wir erwarten von der Parteiführung einen Neustart. Statt jeden Tag Vorschläge wie die Lockerung des Kündigungsschutzes in die Welt zu setzen, müssen wir jetzt zur ernsthaften Politik zurück. Die Hauptaufgabe bleibt es, Arbeitsplätze zu schaffen, auch wenn wir dabei den europäischen Stabilitätspakt verletzen." (Niels Annen, Juso-Chef)

„Das Wahlergebnis ist eine Aufforderung an die FDP, sich klar von der Union zu emanzipieren, mehr Eigenständigkeit zu beweisen. Wir sind kein liberaler Arbeitskreis der CDU. Bürgerrechte sind bei uns besser aufgehoben als bei den Konservativen.“ (Mehmet Daimagüler, FDP-Bundesvorstandsmitglied)“ m.m./ade

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