Politik : Wirtschaft will Familien besser fördern Ministerin: Wir haben enormen Nachholbedarf

Berlin - Unternehmen und Gewerkschaften haben sich erneut zum Ziel bekannt, die Arbeitsbedingungen in der freien Wirtschaft familienfreundlicher zu gestalten. Sowohl der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, wie auch DGB-Chef Michael Sommer sagten Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Dienstag die Unterstützung ihrer Mitglieder für dieses Vorhaben zu. „Wir haben in diesem Land einen enormen Nachhol- und Lernbedarf“, meinte von der Leyen.

Die Ministerin und DIHK-Chef Braun präsentierten eine Erklärung, in der sich mehr als 350 Unternehmen und Institutionen zu einer familienbewussten Unternehmensführung bekennen. Die Unterzeichner behaupten, dass sich Investitionen in familienfreundliche Rahmenbedingungen für Unternehmen ökonomisch auszahlen und wollen andere Firmen ermutigen, ihrem Beispiel zu folgen. Die Familienministerin sagte, „ein solches starkes Bekenntnis zu einer familienbewussten Unternehmensführung“ habe es in Deutschland bislang nicht gegeben. Die Erkärung sei „ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg, Familienfreundlichkeit als Markenzeichen der deutschen Wirtschaft fest zu etablieren“.

DIHK-Chef Braun sagte, die Erklärung zeige, dass Firmen familienfreundliche Arbeitsplätze nun als Notwendigkeit und nicht nur als freiwillige Zusatzleistung ansehen würden. Vor dem DIHK-Termin hatte von der Leyen an einer Sitzung des DGB-Vorstands teilgenommen. DGB- Chef Sommer kritisierte, die Bedeutung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf werde in Deutschland noch nicht als „Kernthema“ erkannt. Er würdigte von der Leyens Einsatz. Der DGB unterstütze ihre Politik „in weiten Bereichen“. hmt

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