Wirtschaftsbeirat : Frühere Bush-Spitzenmitarbeiter beraten Obama

Barack Obama bekommt immer mehr Unterstützung: Zwei frühere Mitglieder der Bush-Regierung werden Mitglieder seines Wahlkampfteams - Unternehmer Paul O'Neill und der ehemalige Chef der Börsenaufsicht William Donaldson. Aus dem Gegenlager McCain weht der Wind noch eisiger.

WashingtonZwei ranghohe Exmitglieder der Regierung von US-Präsident George W. Bush haben sich dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama als Wirtschaftsberater zur Verfügung gestellt. Der frühere Finanzminister Paul O'Neill und der ehemalige Chef der US-Börsenaufsicht (SEC), William Donaldson, hätten ihre Teilnahme am Wirtschaftsbeirat von Obamas Wahlkampfteams zugesagt, teilte eine Sprecherin des Kandidaten am Montag mit. Ebenfalls in dem Gremium vertreten seien Google-Chef Eric Schmitt, der Milliardär und Investor Warren Buffett, der frühere Notenbankchef Paul Volcker sowie Exfinanzminister Robert Rubin, der unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton amtiert hatte.

Obama sollte nach Angaben seines Teams am Montag zu einem Treffen mit seinen Wirtschaftsberatern zusammenkommen. "Die Teilnehmer werden diskutieren, wie das Gleichgewicht der Wirtschaft wiederhergestellt werden kann, so dass Unternehmergeist und harte Arbeit belohnt werden", hieß es in einer Mitteilung.

Kritiker der Bush-Regierung

Der Unternehmer O'Neill hatte von Anfang 2001 bis Ende 2002 das Finanzressort unter Bush geleitet. Nach dem Ausscheiden aus dem Amt wurde er zu einem Kritiker des Präsidenten; seine Kritik hat er unter anderem in einem Buch an die Öffentlichkeit gebracht, in dem er Bush als uninteressiert und führungsschwach darstellte. Donaldson war von 2003 bis 2005 Chef der Börsenaufsicht SEC. In seiner Amtszeit war er wiederholt durch Abgeordnete von Bushs Republikanern kritisiert worden.

Obamas Gegenkandidat John McCain warf dem Demokraten am Montag vor, durch sein Wirtschaftsprogramm einen Absturz der USA in eine Rezession wie in den 30er Jahren zu riskieren. "Wenn sich die Konjunktur verlangsamt und dann noch die Steuern erhöht und der Freihandel eingeschränkt werden, macht man eine schwache Konjunktur noch schwächer", sagte McCains Chef-Wirtschaftsberaterin Carly Fiorina. "Wir kennen das aus der Geschichte, und genau dies schlägt Obama vor", kritisierte die frühere Chefin des Computerkonzerns Hewlett-Packard. (sgo/AFP)

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