Wirtschaftskrise : Kanzlerin Merkel: 2009 wird "ein Jahr schlechter Nachrichten"

Bundeskanzlerin Angela Merkel bereitet die Deutschen auf düstere Aussichten im Jahr 2009 vor. Das nächste Jahr werde, zumindest in den ersten Monaten, von schlechten Nachrichten dominiert, so die Regierungschefin. Das EU-Konjunkturpaket für Innovationen solle nun genutzt werden, um Europa zukunftsfähiger zu machen.

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Angela Merkel hat schlechte Nachrichten. Foto: -ddp

Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet für 2009 in punkto Konjunktur und Wirtschaftslage zunächst wenig Erfreuliches. "Wir müssen damit rechnen, dass das kommende Jahr, zumindest in den ersten Monaten, ein Jahr schlechter Nachrichten wird", sagte Merkel in einem Interview mit der "Welt am Sonntag". Die wirtschaftliche Entwicklung lasse sich derzeit noch unsicherer vorhersagen als sonst. Das gelte für die Weltwirtschaft, für Europa und auch für Deutschland.

 "Wir haben die Finanzmärkte durch das Maßnahmenpaket für die Banken stabilisiert, allerdings muss das Vertrauen noch zurückkehren, der sogenannte Interbankenmarkt wieder voll funktionsfähig werden", sagte Merkel. Deshalb solle mit dem Konjunkturpaket der Bundesregierung den Bürgern und Unternehmen eine Brücke gebaut werden, "damit es 2010 wieder aufwärtsgeht".

 Zudem will Merkel das EU-Konjunkturpaket für Innovationen nutzen. "Wir sollten die gegenwärtige Situation nutzen, um Europa zukunftsfähiger, insbesondere da, wo wir technologisch nicht voll auf der Höhe der Zeit sind." So sollten auf europäischer Ebene etwa Ziele für Breitbandanschlüsse vereinbart werden, mit denen das schnelle Internetsurfen möglich ist. Ein zweites wichtiges Thema sei der Klimaschutz und die Energieeffizienz. Schließlich sollten für kleine Unternehmen die Beihilferegeln gelockert werden. (yr/dpa)

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