Politik : Wirtschaftssenator: Hoffentlich enttäuscht Bayer Berlin nicht

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Berlin - Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS) hat die Bayer Schering AG aufgefordert, bei dem absehbaren Stellenabbau sozial verträglich vorzugehen. „Für uns geht es darum, möglichst viele Arbeitsplätze in Berlin zu halten. Es darf nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommen“, sagte Wolf dem Tagesspiegel.

Der Vorstand habe ihm gerade erst versichert, dass Berlin Sitz des vereinigten Unternehmens bleibe und der Forschungsstandort gestärkt werde – darauf verlasse er sich. Den Tagesspiegel-Bericht, wonach in Berlin 1000 Stellen wegfallen sollen, könne er nicht bestätigen. „Wir haben eigentlich mit einem deutlich geringeren Stellenabbau gerechnet. Es gibt noch kein endgültiges Ergebnis, die Verhandlungen gestalten sich offenkundig schwierig. Hoffentlich enttäuscht Bayer Berlin nicht.“ Wolf macht den monatelangen Bieterkampf von Bayer und Merck für die Entwicklung verantwortlich. „Wenn an der Börse hoch gepokert wird und Aktionäre abgefunden werden müssen, sind die Arbeitnehmer die Leidtragenden. Das ist ein absurdes System.“ Bayer hatte Schering 2006 für knapp 17 Milliarden Euro übernommen.

Die Vorstände von Bayer Schering Pharma und der Bayer AG wollten bis zum 1. März Entscheidungen zu den Standorten und dem Beschäftigungsabbau treffen, heißt es in einer internen Mitteilung des Betriebsrates, die dem Tagesspiegel vorliegt. Die Zahlen sollen einen Tag später auf einer Betriebsversammlung bekannt gegeben werden. mod/pet

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