Wissenschaft : Gerhard Schröder bereichert Sozialforschung

Nach Politik und Wirtschaft stellt der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder seine Fähigkeiten nun in den Dienst der Wissenschaft. In geheimer Wahl nahm ihn die Russische Akademie der Wissenschaften in ihre Reihen auf.

214592_0_ed60191e Foto: dpa
Und jetzt die Wissenschaft. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder unterstützt die russische Forschung. -Foto: dpa

MoskauEx-Bundeskanzler Gerhard Schröder ist zum Mitglied der russischen Akademie der Wissenschaften gewählt worden. Der 64-Jährige sei am Donnerstag in geheimer Wahl in die Abteilung Sozialwissenschaften aufgenommen worden, berichteten russische Nachrichtenagenturen. Schröder ist ein Freund des früheren russischen Präsidenten und heutigen Ministerpräsidenten Wladimir Putin. Der SPD-Politiker hatte zu Putin trotz Menschenrechtsverstößen in Russland stets enge Beziehungen gepflegt. Nach seiner Abwahl im September 2005 wurde Schröder 2006 in den Aufsichtsrat des eines Konsortiums zum Bau einer Gas-Pipeline von Russland nach Deutschland berufen und damit auf Kritik gestoßen.

Bei der Vorstellung seiner Autobiographie hatte der Ex-Kanzler im September in Moskau gesagt, die Entwicklung Russlands müsse als Ganzes betrachtet werden. Nach einer schwierigen Zeit in den 90er Jahren sei das riesige Land mittlerweile auf dem Weg der Stabilität und Zuverlässigkeit. (stb/AFP)

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben