Politik : WM: Experten für weltweite Kooperation

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Berlin - Sicherheitsexperten aus mehreren Ländern haben für die Fußball-WM die Notwendigkeit intensiver grenzüberschreitender Zusammenarbeit zur Abwehr terroristischer Gefahren betont. „Die frühestmögliche Informationsgewinnung ist entscheidend für vorbeugende Maßnahmen“, sagte der frühere Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) am Dienstag bei einem Polizeikongress in Berlin. Bei Großereignissen wie der Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Sommer müssen nach Worten des israelischen Sicherheitsministers Gideon Ezra die Kontrollen schon in den Herkunftsländern der Besucher beginnen.

Der polnische Vize-Innenminister Wladyslaw Stasiak verwies auf die mangelnde Zusammenarbeit von Polizei und Geheimdiensten im Vorfeld der Terroranschläge des 11. September 2001 in den USA. Es bedürfe einer übergreifenden Zusammenarbeit der Behörden. Zudem müsse in der Bevölkerung ein tief verwurzeltes Vertrauen in die Polizei geschaffen werden.

Auch der Sicherheitsbeauftragte der 2004 in Athen ausgetragenen Olympischen Spiele, Vasilios Konstantinidis, sagte, dass man sich auf die Mithilfe der Bürger verlassen müsse.

Beim Bundesinnenministerium wird zur Fußball-WM 2006 ein Nationales Informations- und Kooperationszentrum (NICC) eingerichtet.

Es wird eng mit internationalen Institutionen wie Interpol, Europol und Eurojust zusammenarbeiten und ausländische Experten „anlassbezogen“ hinzuziehen. Momentan gebe es „zum Glück keine konkreten Gefährdungen“ etwa im Bereich des Terrorismus, sagte Polizeidirektor Willy Kösling vom Stab WM-Sicherheit im Bundesinnenministerium. dpa

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