WORAUF SICH ISRAELS REGIERUNG BERUFT : Neue Siedlungen, alte Lebensweise

Israels Regierung will den seit der Staatsgründung schwelenden Konflikt um Landansprüche der Beduinen in der Negev-Wüste endgültig lösen. Dazu hatte das Parlament im Juni in erster Lesung einen Gesetzentwurf auf Basis des sogenannten Prawer-Begin-Plans verabschiedet. Die Regierung argumentiert, die Beduinen besetzten Land, das die Behörden in ihren Entwicklungsplänen für andere Nutzungen vorgesehen hätten. Bei den Planungen seien die betroffenen Beduinen in umfangreichen Konsultationen gehört worden. Die neuen Siedlungen berücksichtigten ihre traditionelle Lebensweise. So wird ihnen teilweise ermöglicht, Vieh zu halten und Land zu bestellen. Ohnehin müssten nur einige tausend Menschen umgesiedelt werden, was den um ein Vielfaches höheren Zahlen von Menschenrechtsorganisationen widerspricht. Allerdings sollen die Beduinen Eigentumsansprüche

verlieren, wenn sie sich

innerhalb von fünf Jahren nicht mit dem Staat

geeinigt haben. ut

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