Politik : Zahlen unter Zwang

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Jedesmal, wenn Deutsche im Ausland entführt werden, dementieren die Verantwortlichen zunächst, dass für die Freilassung Lösegelder bezahlt worden sind – damit Nachahmungstäter nicht ermuntert werden. Doch mehrfach floss zum Teil viel Geld. So zahlte der „Spiegel“ am 7. Juli 2000 für die Freilassung seines Korrespondenten Andreas Lorenz, der auf Jolo von einer Splittergruppe der Abu Sayyaf verschleppt wurde, ein „Austrittsgeld“ in unbekannter Höhe. Am 26. November 1983 kaufte die Lufthansa ihren Repräsentanten in Bolivien mit über vier Millionen Mark frei. 16 Millionen Mark wurden am 22. Februar 1972 von Lufthansa für die Freilassung von 188 Insassen einer Boeing 747 bezahlt, die arabische Terroristen nach Aden dirigiert hatten. Später erstattete die Bundesregierung der Fluglinie die Summe. dpa

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