Politik : Zehnjähriger Attentäter im Irak

Bagdad - Im Irak haben Extremisten ein zehn Jahre altes Kind für einen Selbstmordanschlag missbraucht. Scheich Sahir Abdul Dschabar erklärte in der arabischen Zeitung „Al Hajat“, es habe sich herausgestellt, dass der Attentäter, der am vergangenen Freitag bei einem Treffen von Scheichs in der Provinz Didschala seinen Sprengstoffgürtel gezündet habe, ein zehnjähriger Junge gewesen sei. Die Scheichs hatten über eine Versöhnungsinitiative und über ein gemeinsames Vorgehen gegen Terroristen diskutiert. Sechs von ihnen starben durch die Explosion. Scheich Sahir sagte, hinter dem Anschlag müssten Al-Qaida-Terroristen stecken.

In der nordirakischen Stadt Tel Afar wurde am Montag Scheich Mubarak al Dschuhaischi von Extremisten erschossen. Die Polizei habe vier der Angreifer getötet und zwei weitere festgenommen, hieß es. Die Stammesoberhäupter sind in mehreren irakischen Provinzen zur Zielscheibe von Al Qaida geworden, weil sie zusammen mit Armee und Polizei die Terroristen bekämpfen.

In Bagdad ist am Samstag ein irakischer Zivilist von Angestellten der privaten US-Sicherheitsfirma Dyncorp erschossen worden, wie ein Sprecher des irakischen Innenministeriums am Montag sagte. Ein Augenzeuge berichtete, es handele sich bei dem Toten um einen Taxifahrer. Mitte September hatten Mitarbeiter der US-Sicherheitsfirma Blackwater bei einer Schießerei 17 Zivilisten in Bagdad getötet. AFP/dpa

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